19. März 2011 - Quelle: Presseinformation des FLVW
Spielklassenstrukturreform verabschiedet
Die Vertreter der Zustifter übergeben dem Kuratoriumsvorsitzenden Hermann Korfmacher (M.) und Gundolf Walaschewski (r.) den Scheck in Höhe von 172.355,- Euro: (v. l.) Carsten Jaksch-Nink (Geschäftsführer der Stiftung), Peter Alexander (Kreisvorsitzender Hagen), Klaus Pechacek (stellvertretender Kreisvorsitzender Ahaus-Coesfeld), Norbert Reisener (Münster), Hermann Korfmacher, Hans-Otto Matthey (Recklinghausen); Norbert Reisener (Münster), Gundolf Walaschewski und Peter Wolf (Schatzmeister der Stiftung).
Kamen ■ WM-Stimmung machte sich im SportCentrum Kamen-Kaiserau am Samstag
breit. Georg Behlau, Gastreferent und Leiter des Büros der Nationalmannschaft, gewährte einen Einblick in die Arbeit
rund um die Löw-Truppe und stimmte die Delegierten der Ständigen Konferenz mit Bewegtbildern aus Südafrika auf
wichtige Entscheidungen ein. Die Neustrukturierung der Ligen im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW)
stand auf der Agenda.
Zuvor hatte Gastreferent Hans-Ludwig Meyer, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV), den Weg
geebnet. Der SHFV hat bereits vor drei Jahren eine neue Spielklassenstruktur auf den Weg gebracht. In dem Flächenland
sorgten der demografische Wandel sowie strukturschwache Regionen für einen nachhaltigen Aderlass bei Mannschaften und
Vereinen. Zwei Jahre nach Einführung zog die Uni Kiel für den SHFV Bilanz: Das Ziel, die Attraktivität des Fußballs in
den unteren Ligen zu steigern, wurde erreicht. Die erhoffte Verbesserung der Leistungsdichte zeichnet sich erst
allmählich ab. Und immerhin 48 Prozent der Vereine sind mit der neuen Struktur zufrieden. Dem stehen 29 Prozent
Ablehnung und 23 Prozent Unentschlossene gegenüber.
Sehr genau verfolgten die 37 stimmberechtigten Delegierten die Ausführungen Meyers und im Anschluss daran die
zusammenfassende Darstellung von FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. Insbesondere die Beteiligung der Vereine am
Verfahren hob Schnieders hervor. Der Verband hatte im Rahmen von Bezirks- und Lokalkonferenzen sowie in der Ständigen
Konferenz die Spielkassenstruktur vorgestellt und anschließend in einem gemeinsamen Workshop mit Vereinsvertretern
ausgearbeitet. "Die Vereine wurden umfassend an der Entscheidungsfindung beteiligt", unterstrichen FLVW-Präsident
Hermann Korfmacher und Vize Schnieders unisono.
Mit einfacher Mehrheit - acht Gegenstimmen und vier Enthaltungen - nahm die Ständige Konferenz den Antrag zur neuen
Spielklassenstruktur an. Diese sieht als Unterbau der 4. Liga eine 5. Spielklassenebene mit einer Staffel vor
(Oberliga Westfalen), darunter zwei Westfalenligen, schließlich vier Landesligen der 7. Spielklasse und zwölf
Bezirksligen auf der 8. Spielklassenebene. Die Bezeichnungen der einzelnen Ligen stehen nach wie vor noch nicht fest,
sind bisher lediglich "Arbeitstitel".
Die kommende Saison 2011/2012 ist die Qualifikationssaison. Die Auf- und Abstiegsregelungen werden Anfang Mai
abgestimmt. Ende April tagt der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband und legt die Regelungen für den
Abstieg aus der Regionalliga in die westfälischen Ligen fest sowie die Durchführungsbestimmungen. Im Anschluss wird
der Verbandsfußball-Ausschuss (VFA) die Auf- und Abstiegsregelungen ab der 4. Spielklassenebene beschließen. "Das wird
kurzfristig geschehen, damit die Vereine wissen, was in der kommenden Saison auf sie zukommt", betont Korfmacher.
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