Senioren

Bestimmungen junKommando zurück! In der laufenden Saison zählt doch noch die Auf- und Abstiegsregelung im Juniorenfußball. Der Kreisjugendvorstand zieht die geplante Reform mit der Einführung von Qualifikationsrunden zurück und verschiebt sie um ein Jahr auf die Saison 2019/2020.

Damit reagiert der Fußballkreis auf den Einspruch des TSC Kamen. „Es tut mir für einige Vereine und vor allem für die Kinder leid, aber die Durchführungsbestimmungen, die wir zu Saisonbeginn ausgegeben haben, sind eben rechtlich bindend“, erklärte gestern Kreis-Jugendkoordinator Thomas Trahe schon ein wenig enttäuscht. „Ich kann den TSC Kamen aber auch ein Stück weit verstehen.“

Der Kreis-Jugendvorstand wird somit zur neuen Saison die Durchführungsbestimmungen entsprechend ändern; den Auf- und Abstieg rausnehmen und zur dann folgenden Serie die Qualifikationsrunden einführen. Auf dem Jugend-Staffeltag im September werde dann die komplette Vorgehensweise nochmals den Vereinsvertreten erklärt.

Dem TSC Kamen sei es schlichtweg wichtig gewesen, dass sich der Fußballkreis an die bestehenden Vorgaben halten müsse, erklärte Thomas Kock, Beauftragter des TSC-Vorstandes. „Es kann nicht sein, dass Vereinsvertreter zu einer Sitzung eingeladen werden und dann über eine Änderung der Auf- und Abstiegsregelung abgestimmt wird. Da muss der Verband die Vereine breiter informieren, die Vorsitzenden ins Boot holen. Das ist in den Vereinen nicht richtig angekommen.“ Ins gleiche Horn bläst auch Osman-Ali Calikbasi von TuRa Bergkamen: „Wir wurden zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Wir müssen doch noch Gelegenheit haben, um diese wesentliche Veränderung innerhalb unserer Organisationen besprechen zu können.“

Thomas Trahe erklärte dazu nochmals: „Die Abstimmung haben wir nur pro forma gemacht. Damit wollten wir ein Stimmungsbild einfangen. Bis auf den TSC Kamen waren ja auch alle anderen Vereine dafür. Uns war und ist es weiterhin auch wichtig, die Meinung der Vereine zu hören. Jetzt kommen wir auf dem kleinen Dienstweg dem Wunsch des TSC Kamen entgegen, verschieben die Reform und hoffen einfach, dass der Einspruch zurückgenommen wird.“

Das wiederum bestätigte Thomas Kock. „Wenn die Reform offiziell verschoben wird, ziehen wir den Einspruch zurück. Wir stehen zu unserem Wort. Und wenn am Ende im September alle Vereine die Neuerung wollen, dann werden wir uns nicht dagegen sträuben.“

Autor: Thorsten Teimann (Hellweger Anzeiger) Eintrag vom 13.06.2018 (Schu)

2. Aufstiegsspiel aus der Kreisliga A zur Bezirksliga: Alemania Scharnhorst – TSC Kamen 1:0 (0:0). Oh ist das bitter! Da verliert der TSC Kamen in der gesamten Saison nicht einmal in den gespielten 90 Minuten – und dann am Ende passiert es, entscheidet ein Gegentor gegen die Kamener. 0:1 verloren und die Aufstiegsträume sind dahin. Gefallen ist der entscheidende Treffer in der 53. Minute, als die Kamener Abwehr sich von einem langen Ball aus der Scharnhorster Abwehr haben überrennen lassen, Querpass in die Mitte und der Scharnhorster Torjäger Wedemann kann unbehindert einschießen. Der einzige Treffer in der gesamten Spielzeit. Doch auch der TSC hätte zu seinem Tor kommen können. Die Nachspielzeit läuft: Ein Flankenball kommt auf den eingewechselten Ekieh Siebe Dinga. Der 18Jährige steht freistehend etwa fünf Meter vor dem Scharnhorster Tor. Er trifft volley den Ball nicht richtig, der geht am Tor vorbei. Vorbei die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, der zum Aufstieg gereicht hätte – und anschließend verständlicherweise große Niedergeschlagenheit beim Verlierer. Der Sieger feierte ausgelassen auf dem Spielfeld.


Bild: Jubelarien bei Alemania Scharnhorst nach dem Schlusspfiff. Die Spieler des TSC Kamen sitzen dahinter enttäuscht auf dem Kunstrasen.

Die knapp 1500 Zuschauer am Holzgraben im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst sahen ein insgesamt chancenarmes Spiel, welches von der Spannung geprägt war. Kamen hatte spielerische Vorteile, auch wenn Björn Kempe und Fatih Korkmaz verletzt fehlten und Ahmet Keseke sowie Tutku Tekkanat wieder angeschlagen ran mussten. Erst in den letzten 20 Minuten bäumte sich die Mannschaft auf, brachte auch den lange verletzten Torjäger Engin Duman und beschwor vorwiegend mit Standards und langen Bällen brenzlige Situationen vor dem Scharnhorster Tor herauf. Die Gastgeber verteidigten mit Mann und Maus, kamen auch zu Konterangriffen. Am Ende blieb es beim 1:0.

Eintrag vom 11.06.2018 (Schulze)

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Fußball: 1. Aufstiegsspiel Kreisliga A zur Bezirksliga: TSC Kamen – Alemania Scharnhorst 0:0. Spiel eins für den TSC ohne Fatih Dündar. Zwar wollte die Mannschaft für ihn spielen, gewinnen, aber das war nicht so einfach. Der Tod des Mittelfeldspielers – wir berichteten – schien wie eine Last  auf den TSC-Spielern zu liegen und drückte ihrem Spiel den Stempel auf. Die Köpfe waren augenscheinlich nicht frei und die Beine schwer. Das wurde offenkundig vor allem nach der Halbzeit, als Offensivaktionen weitgehend Mangelware waren. Am Ende gab es keinen Sieger, sodass beide Mannschaften am kommenden Sonntag im Rückspiel in Scharnhorst wieder bei Null beginnen.Die über 1100 Zuschauer sahen 90 Minuten lang wenig attraktiven Fußball, hüben wie drüben. Die großen Scharnhorster Spieler hatten Vorteile bei Standards, gingen vehement in die Zweikämpfe und brachten vor allem in den Schlussminuten das Kamener Tor das eine odere andere Mal in Gefahr. Doch TSC-Keeper Tuna Oeztürk war stets auf dem Posten. Eine dicke Chance konnten die Gastgeber verbuchen: Kurz vor der Pause war Okay Dündar plötzlich frei vor den Scharnhorster Tor, scheiterte aber mit seinem Schussversuch am Gästekeeper. Fast im Gegenzug hätte ein Kopfball eines Scharnhorster Spielers fast das 1:0 bedeutet, doch die Lederkugel ging knapp am Kamener Gehäuse vorbei.

Bild: Über 1000 Zuschauer waren Augenzeuge des Aufstiegsspiels TSC – Alemania im Sportzentrum an der Gutenbergstraße.

Nach der Pause verflachte die Begegnung mehr und mehr. Deutlich machte sich bemerkbar, dass die Fitness der Kamener Spieler angesichts der Umstände – Trauer um Fatih Dündar, kein Training und keine Vorbereitung auf das Spiel – nachließ. Nicht verwunderlich.

Vor dem Anpfiff wurde eine Schweigeminute für Fatih Dündar eingelegt. Vorher hatten Spieler der IG Bönen-Fußball den TSC-Spielern Aufwärmshirts mit dem Konterfei des Verstorbenen mit der Nummer 8 geschenkt. Orhan Dündar umarmte jeden TSC-Spieler.

TSC Kamen: Oeztürk, Celík (68. Gider), C. Duman, Kempe, Keske, O. Dündar, Tekkanat, Özkan, Yilmaz, Schnura, Bahcekapili.
Alemania Scharnhorst: da Costa, Langenbach, Tuktuganov, Kasper, Galonska, Güngör (85. Ekim), Schulze, Wedemann, Akarsu (90. Ibrahimovic), Lupp (81. Burkert), Bergner.

Eintrag vom 09.06.2018 (Schulze) Quellennachweis : SKU

 

Bönen aufstiegFußball, Aufstiegsspiel zur Bezirksliga: IG Bönen-Fußball – TSC Kamen 6:5 n. Elfm. (1:1). 90 Minuten, 1:1, Verlängerung, dann Elfmeterschießen 5:4 – und am Ende steigt die IG auf. Das Aufstiegsspiel skizziert vor rund 2.600 Zuschauern im Heerener Stadion. Dem TSC bleibt nur die Chance auf weitere Qualifikationsspiele (Hin- und Rückspiel am 3. und 7. Juni) gegen Alemania Scharnhorst. Vor stimmungsvoller Kulisse konnte die Partie der beiden A-Kreisliga-Meister den zuvor hohen Erwartungen nicht ganz  gerecht werden. Zu groß war offensichtlich die Anspannung und der gegenseitige Respekt. Es fehlten die prickelnden Torraumszenen – die Abwehrreihen beider Teams ließen nicht viel zu. Und doch zappelte die Lederkugel einmal vor der Pause im Netz. Die 40. Minute: Nach einer Flanke von Tutku Tekkanat ist Ahmet Keske am Fünfmeterraum völlig frei und trifft sicher zur 1:0-Führung. Sechs Minuten vorher konnte der Ex-TSC-Torhüter Muzaffer Onur das mögliche 1:0 der Kamener verhindern, als er vor Okay Dündar rettete. 

Aber auch Bönen hatte eine gute Möglichkeit (9.), als Bünyamin Üysal es mit einem Weitschuss versuchte. Er sah, dass TSC-Keeper Tuna Öztürk zu weit vor dem Tor stand. Öztürk lenkte die Lederkugel mit Mühe zur Ecke, die nichts einbrachte.

Nach der Pause mussten die Kamener Leistungsträger Tekkanat und Keske verletzt ausscheiden. Unübersehbar eine Schwächung. Bönen übernahm in der Folge zunehmend die Kontrolle über das Spiel, hatte mehr Ballbesitz Chancen blieben jedoch Mangelware. Bis auf die 81. Minute: Kamens Kapitän Kenan Özkan verursacht am eigenen Strafraum einen Freistoß und sieht Gelb. Bünyamins Uysals Freistoß wird von Torwart Tuna Öztürk geklärt. Uysal kommt erneut zur Flanke und Torjäger Erkan Baslarli nickt ein. Der 1:1-Ausgleich. Verlängerung. Das gleiche Bild, Bönen im Vorwärtsgang, Kamen verteidigte. So musste das Elfmeterschießen über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier hatte die IG das glücklichere Ende für sich. Und besonders positiv: Es war ein ausgesprochen faires Spiel.

Eintrag vom 01.06.2018 (Schulze)

TanzNiederaden 400x180Fußball, Endspiel-Krombacher-Kreispokal: BSV Heeren – TuS Niederaden 0:6 (0:1). „Wir sind die Nummer eins im Kreis“, skandierten nach dem Schlusspfiff die Niederadener Spielerinnen und vollführten auf dem Platz wahre Freudentänze. Sie hatten den klassenhöheren Gegner BSV Heeren, immerhin auch Cupverteidiger, deutlich geschlagen und sind ein verdienter Kreispokalsieger. Die Heerener Damen, die angesichts der Landesliga-Relegation am Sonntag in Hövelhof, einige Spielerinnen schonten, waren über die 90 Minuten gesehen die unterlegene Mannschaft. Man konnte sich kaum Torchancen erspielen. Niederaden ging früh in Führung, baute den Vorsprung nach der Pause und vor allem in der Schlussphase zumeist mit durchaus haltbaren Distanzschüssen auf ein halbes Dutzend Tore aus. Völlig verdient nahm Niederadens Spielführerin Sabrina Timmermann den Kreispokal aus den Händen von Pokalspielleiter „Kalla“ Schulze entgegen.

Eintrag vom 01.06.2018 (Schulze)